Mitarbeiter und Klienten des Integrationsfachdienstes Schwaben lernten gemeinsam.

Integrative FortbildungErstmals veranstaltete der Integrationsfachdienst (ifd) Schwaben eine sogenannte inklusive Fortbildung – das heißt Mitarbeiter und Klienten des ifd-Schwaben lernten zwei Tage gemeinsam mehr über das Thema der persönlichen Zukunftsplanung.

Robert Neuhauser, Leiter des ifd-Schwaben, der in Kooperation von Katholischer Jugendfürsorge (KJF) Augsburg und den Diakonischen Werken in Augsburg, Kempten, Neu-Ulm und Donau-Ries betrieben wird: "Für uns als ifd-Schwaben ist das Thema Inklusion und damit das Thema Teilhabe ständiger Begleiter, auch da wir selbst Mitarbeiter mit Behinderung beschäftigen. Ich fand die Idee sehr gut, eine Fortbildung inklusiv zu gestalten. An dieser beteiligten sich die Mitarbeiter gleichberechtigt mit den Teilnehmern unserer verschiedenen Maßnahmen und Projekte."

Referentin der Fortbildung war Diplom-Behindertenpädagogin Carolin Emrich, die ebenfalls bereits viele Jahre für einen Integrationsfachdienst gearbeitet hat. Der Ansatz der persönlichen Zukunftsplanung stellt laut Emrich ganz bewusst den Menschen in den Mittelpunkt, dieser wird als Experte in eigener Sache angesehen. Es geht für die planende Person darum, eine Vorstellung von einer guten Zukunft zu entwickeln, sich Ziele zu setzen und diese mit anderen Menschen Schritt für Schritt umzusetzen. Eine wichtige Rolle in Integrationdiesem Prozess spielt der sogenannte Unterstützerkreis, in den auch andere Menschen als die Fachkräfte des ifd mit einbezogen werden. Auf diese Weise entsteht eine größere Vernetzung zwischen Menschen, die aus verschiedenen Lebensbereichen des Menschen mit Behinderung stammen.

"Wir haben in dieser Fortbildung sehr praxisorientiert gearbeitet", berichtete Emrich im Anschluss an das zweitägige Seminar, das im Haus St. Ulrich stattfand. "Die Teilnehmer sollten konkret etwas umsetzen und erfahren, wie sie diesen Ansatz in den Arbeitsalltag einbauen können."

Die Rückmeldungen auf die Fortbildung waren positiv, darum wird es für ifd-Leiter Robert Neuhauser nicht bei dieser einmaligen Fortbildung bleiben: "Nach dieser so positiven Erfahrung werden wir in Zukunft die Teilnehmer bei Fortbildungen und Veranstaltungen stärker mit einbeziehen."

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