Integration behinderter Menschen ins Arbeitsleben: Sozial engagierte Arbeitgeber in der Region. Donauwörther Standort des ifd-Schwaben ist seit vier Jahren erfolgreich.

Seit knapp vier Jahren ist der Integrationsfachdienst (ifd) Schwaben mit einem eigenen Büro in Donauwörth vertreten und dieses hat sich mittlerweile zur größten ifd-Außenstelle in Schwaben entwickelt.

Regionaleiterin ifd Katja ZehIm Mai 2009 startete die Donauwörther Niederlassung mit einem Mitarbeiter, inzwischen sind es neun. Auch organisatorisch hat sich etwas verändert: Analog zu den veränderten Zuständigkeitsregionen bei der Agentur für Arbeit hat auch der ifd-Schwaben seine Außenstellen in drei neue Regionen zusammengefasst: Das Donauwörther ifd-Büro ist Mittelpunkt für die Region Nordschwaben, zu der neben Donauwörth auch die Außenstellen Nördlingen, Günzburg und Neu-Ulm gehören.

Neue Regionalleiterin für Nordschwaben ist Diplom-Pädagogin Katja Zeh (links im Bild), die fast seit Beginn des Donauwörther Standorts mit dabei ist.

Der ifd-Schwaben berät und unterstützt Menschen mit allen Arten von Behinderungen (körperlich, geistig, psychisch) bei der Suche nach einem Arbeitsplatz und begleitet sie während der Berufstätigkeit. Auch für die Arbeitgeber ist der ifd Ansprechpartner.

Mitarbeiter des Integrationsfachdienst Schwaben in Donauwörth

Die Mitarbeiter des Integrationsfachdienst Schwaben in Donauwörth

Wesentlich zum Erfolg des ifd in der Region Donau-Ries und Dillingen beigetragen haben die Arbeitgeber. In den überwiegend mittelständischen Betrieben erlebten die ifd-Mitarbeiter viel Aufgeschlossenheit: "Als der ifd im Jahr 2009 hier startete, war die Skepsis groß, ob man überhaupt genügend Betriebe findet, die behinderten Arbeitnehmern eine Chance geben", berichtet Regionalleiterin Katja Zeh. Doch das Gegenteil war der Fall. "Die Betriebe sind oft inklusiver als wir denken", berichtet Robert Neuhauser, Leiter des ifd-Schwaben, "Gerade in mittelständischen Betrieben steht die Arbeit im Mittelpunkt und nicht wie derjenige aussieht, der die Arbeit macht, solange er sie gut macht." Und damit das funktioniert, investieren die ifd-Mitarbeiter viel Zeit und arbeiten zum Beispiel auch im Betrieb mit, um genau zu erfahren, welche Anforderungen die jeweilige Stelle mit sich bringt. Außerdem klären die ifd-Mitarbeiter die Arbeitgeber und Kollegen über die jeweilige Behinderung des Beschäftigten auf, informieren über finanzielle Fördermöglichkeiten und stehen als Ansprechpartner für beide Seiten zur Verfügung.

"Genau diese intensive Begleitung ist ausschlaggebend für den Erfolg unserer Arbeit", so ifd-Leiter Robert Neuhauser. "Schließlich muss ein persönliches Vertrauensverhältnis entstehen, damit der Chef einer Firma merkt, dass wir verlässliche Ansprechpartner sind." Der wahre Erfolg für die ifd-Mitarbeiter ist allerdings, wenn ein Mensch mit ihrer Hilfe seinen Platz in der Arbeitswelt findet und sowohl er als auch sein Arbeitgeber zufrieden ist.

Vor allem die langfristige Beschäftigung nach einer Vermittlung und Begleitung ist Katja Zeh und Robert Neuhauser wichtig. "Schön ist es zu hören, wenn einer unserer Teilnehmer, über das Berufsleben hinaus eine positive Entwicklung schafft, eben weil er seinen Platz in der Gesellschaft gefunden hat", so ifd-Leiter Neuhauser. "Es freut uns dann zu hören, wenn zum Beispiel jemand eine eigene Wohnung beziehen kann oder neue Freunde findet."

Herr Knie und Frau ZehBild links: Erzieher Matthias Knie und Regionalleiterin Katja Zeh

Auch die Räumlichkeiten mussten mit dem Wachstum des ifd-Standortes in Donauwörth mithalten: Kürzlich wurden zusätzliche Räume in der Gartenstraße bezogen, die Platz für handwerkliches Arbeiten mit den Teilnehmern der verschiedenen ifd-Maßnahmen bieten. Erzieher Matthias Knie hat die Werkbänke in den neuen Räumen gleich dazu genutzt, mit den Teilnehmern Bogen zu bauen.

Info und Kontakt:

Der ifd-Schwaben kümmert sich um die Arbeitsplatzvermittlung und die Begleitung im Betrieb für Menschen mit Behinderungen sowie deren Arbeitgeber. Schulabgänger von Förderschulen werden beim Übergang ins Berufsleben ebenso betreut, wie erfahrene langjährige Berufstätige, die etwa nach einer Erkrankung behindert bleiben und an ihrem ursprünglichen Arbeitsplatz nicht mehr oder nicht vollständig zurückkehren können.

Träger des Donauwörther ifd-Standortes ist die Katholische Jugendfürsorge (KJF) Augsburg.

Kontakt: Integrationsfachdienst (ifd) Donauwörth, Kronengasse 2, 86609 Donauwörth

Telefon 0906 / 2999903

Weitere Infos im Internet unter www.ifd-schwaben.de

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