Der Integrationsfachdienst in Neu-Ulm berät Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Wir stellen den Standort des ifd Schwaben heute im Blog genauer vor.

Integrationsfachdienst Neu-UlmUwe Tymann berät einen Menschen, auch schon mal, wenn dieser dabei nur liegen kann: Aufgrund seiner Erkrankung konnte zum Beispiel ein Mann, der mit Hilfe des Integrationsfachdienstes (ifd) Schwaben auf der Suche nach einer Anstellung war, weder lange Zeit sitzen noch stehen. "Es geht mir darum, individuell auf den jeweiligen Menschen einzugehen", sagt ifd-Mitarbeiter Uwe Tymann über seine Arbeit. Kurzerhand ließ Tymann den Klienten also während eines Kurses einfach liegen – zuhören und antworten konnte er so schließlich auch.

Mit Hilfe des Integrationsberaters Uwe Tymann hat der Mann eine Stelle gefunden: Er legt nun drei Gramm leichte Kunststoffteile in eine Maschine, kann dafür ganz nach Bedarf zwischen sitzen und stehen wechseln. Für den ifd-Mitarbeiter sind solch individuelle Lösungen fast alltäglich. Doch um diese zu finden, sind neben Einfühlungsvermögen, Zeit zum Zuhören und Mut zu unkonventionellen Lösungen auch Wissen über die verschiedenen Behinderungsarten sowie Aufklärungsarbeit bei den Arbeitgebern notwendig.

Das alles leistet der ifd-Schwaben, der Menschen mit körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderungen bei der Suche nach einem Ausbildungs- beziehungsweise Arbeitsplatz berät und unterstützt sowie während der Berufstätigkeit begleitet. Auch für Arbeitgeber ist der ifd-Schwaben, der in Neu-Ulm von der Katholischen Jugendfürsorge Augsburg (KJF) und dem Diakonischen Werk in Neu-Ulm betrieben wird, Ansprechpartner.

In unterschiedlichen Projekten, auch Maßnahmen genannt, berät der ifd-Schwaben so zum Beispiel Schulabgänger von Förderschulen beim Übergang ins Berufsleben ebenso wie erfahrene langjährige Berufstätige, die etwa nach einer Erkrankung behindert bleiben und an ihrem ursprünglichen Arbeitsplatz nicht mehr oder nicht vollständig zurückkehren können. Ebenso werden aber auch die Arbeitgeber beraten und zum Beispiel über die Besonderheiten der jeweiligen Behinderung ihres Mitarbeiters und über Fördermöglichkeiten informiert.

"Es geht bei unserer Arbeit nicht um ein Bewerbungstraining", so ifd-Mitarbeiter Uwe Tymann, "Wie man sich bewirbt, wissen alle, die zu uns kommen, meist sehr genau. Vielmehr geht es darum, genau zu schauen, woran es beim Einzelnen hakt und warum es bisher nicht mit einem Arbeitsverhältnis geklappt hat". Ein typischer Fall ist laut Tymann zum Beispiel folgender: Eine alleinerziehende Mutter brauchte zuerst einen Hortplatz für ihren Sohn, damit sie zeitlich flexibel für eine Anstellung war. Die Schule wollte den Sohn aber nicht in die Mittagsbetreuung aufnehmen, weil die Mutter ja eben nicht berufstätig war und Zeit hatte, ihren Sohn selbst zu betreuen. "Da brauchte es eben ein paar Telefonate mit der Schule und gutes Zureden und Erklären", so Tymann. Wenig später hatte der Sohn den Hortplatz und die Mutter wenige Wochen danach auch eine Arbeitsstelle. "Um solche Dinge kümmert sich in der Regel eben niemand", erklärt der ifd-Mitarbeiter. "Ich räume zusammen mit den Klienten zuerst einmal die ganzen kleinen Steinchen weg, die ihren Weg zum Ziel erschweren."

Integrationsfachdienst Schwaben, Standort Neu-UlmDer Integrationsfachdienst für Schwaben

Uferstr. 3+4

89231 Neu-Ulm

Telefon: 0731 / 8802-090
Telefax: 00731 8802-211

Mobil: 0163 3822875

Kommentare unterstützt durch Disqus