Menschen mit Behinderung gut ins Arbeitsleben integrieren – vielfältige Beispiele und Hilfen im Landratsamt aufgezeigt

Wie Menschen mit Behinderung der Einstieg in das Erwerbsleben oder dessen Fortführung ermöglicht werden kann, das haben Ostallgäuer Arbeitgeber jüngst im Landratsamt in Marktoberdorf erfahren. Die Beauftragte des Landkreises für Menschen mit Behinderung, Waltraud Joa, und die Inklusionskoordination des Landkreises Ostallgäu brachten in einer Veranstaltung Arbeitgeber und unterstützende Fachstellen zusammen. Beispiele von Firmen zeigten, wie die Beschäftigung von Fachkräften mit Behinderung gewinnbringend für beide Seiten erfolgen kann.

 

Waltraud Joa wollte mit der Veranstaltung Arbeitgeber sensibilisieren, Mitarbeiter mit Behinderung zu beschäftigen, und aufzeigen, dass sie bei der Umsetzung nicht alleingelassen werden. Moderiert von Marianne Mayer, ehemalige Unterallgäuer Beauftragte für Menschen mit Behinderung, und Michael Breitsameter von der Katholischen Jugendfürsorge fand eine Diskussion zwischen Vertretern von Stellen mit Schlüsselfunktion bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung statt.

 

Zuschuss von bis zu 100 Prozent möglich

 

Im Anschluss bot sich die Möglichkeit, auf die Experten zuzugehen und weitere Informationen einzuholen. Die Arbeitgeber erhielten breite Informationen zu Praktikum und Ausbildung sowie zu Beschäftigung, Unterstützung und Begleitung. So bietet die Agentur für Arbeit beispielsweise Berufsorientierungsmaßnahmen für Menschen mit Behinderung an. Zudem besteht die Möglichkeit, bei Probearbeit bis zu drei Monate lang einen Zuschuss von bis zu 100 Prozent für den Arbeitgeber zu gewähren. Durch Praktika für Menschen mit Behinderung können sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer kennenlernen. Praktikumsplätze sind unabdingbar, damit ein Weg ins Arbeitsleben gefunden werden kann. Ein breites Berufsfindungs- und Ausbildungsprogramm bieten Berufsbildungswerke.

 

„Das größte Handicap für Menschen mit Behinderung sind Vorurteile“, fassten es die beiden Moderatoren zusammen. Dabei seien Menschen mit Behinderung „im Vergleich oft besser qualifiziert“, so Landrätin Maria Rita Zinnecker. Dennoch sind viele arbeitslos.

 

 

Weitere Informationen:

www.arbeitsagentur.de

www.hwk-schwaben.de

www.schwaben.ihk.de

www.integrationsamt.bayern.de

www.ifd-schwaben.de

www.bagbbw.de

http://www.behindertenbeauftragte-oal.de/

http://www.sozialportal-ostallgaeu.de/inklusion.html

 

Waltraud Joa, Beauftragte für Menschen mit Behinderung ist Ansprechpartnerin für

  • Jugendliche, deren Eltern und Erwachsene mit Behinderung
  • Arbeit suchende Menschen mit einer Behinderung
  • Unternehmer oder Institutionen, die bereit sind, Menschen mit einer Behinderung eine Beschäftigung, Praktikum oder Lehrstelle, anzubieten
  • Informationen geben und Ansprechpartner sein für andere kommunale Beauftragte

Kontakt: Waltraud Joa, Tel.: 08342-42945, E-Mail: joa.cw@t-online.de

 

Dr. German Penzholz, Inklusionskoordinator beim Landkreis Ostallgäu ist Ansprechpartner für

  • Unternehmer oder Institutionen, die bereit sind, Menschen mit einer Behinderung eine Beschäftigung, Praktikum oder Lehrstelle, anzubieten
  • Vermittlung von Kontakten zu Schulen
  • Hilfestellung bei den Übergängen Schule – Beruf

Kontakt: Dr. German Penzholz, Tel.: 08342 911-511, E-Mail: german.penzholz@lra-oal.bayern.de

 

 

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