Monika Prokesch vom ifd-Schwaben hielt auf einer internationalen Konferenz zum Thema Inklusion einen Vortrag über das Projekt "Übergang Schule Beruf"

Monika Prokesch Regionalleiterin Allgäu des Intergrationsfachdienstes SchwabenMonika Prokesch, Leiterin der Region Allgäu des Integrationsfachdienstes (ifd) Schwaben, hat zusammen mit ifd-Mitarbeiterinnen aus München und Nürnberg bei der diesjährigen Konferenz der europäischen Union für unterstützte Beschäftigung (EUSE) in der irischen Hauptstadt Dublin teilgenommen.

Zu dieser Konferenz, die bereits zum elften Mal stattfand, reisten Delegationen aus insgesamt mehr als 30 Ländern an, um sich gemeinsam über Europas Weg zur Inklusion durch unterstützte Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen auszutauschen. Träger des ifd-Schwaben sind die Katholische Jugendfürsorge (KJF) Augsburg und die Diakonischen Werke in Augsburg, Kempten, Neu-Ulm und Donau-Ries.

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Monika Prokesch und ihre beiden Kolleginnen stellten das bayerische Projekt "Übergang Schule Beruf" vor, bei dem Schüler an Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung intensiv beim Weg in den allgemeinen Arbeitsmarkt begleitet werden. Die Präsentation von Monika Prokesch für den ifd-Schwaben, Anita Weisser für den ifd-Mittelfranken und Martina Wagner-Stragies für den ifd-München trug den Titel: "Supported Employment: A Bavarian Model as a Success Story", auf Deutsch: "Unterstützte Beschäftigung: die erfolgreiche Geschichte eines bayerischen Modells".

Etwa 80 Konferenzteilnehmer hatten sich für den Workshop der drei bayerischen Integrationsfachdienste entschieden. "Die Zuhörer waren sehr interessiert, was wir an ihren Nachfragen im Anschluss an unsere Präsentation feststellen konnten", berichtete Monika Prokesch nach ihrer Rückkehr aus Dublin. "Wir haben das Projekt 'Übergang Schule Beruf' sehr praxisnah vorgestellt und hatten den Eindruck, dass es auch darum bei den Teilnehmern so gut ankam." Für die Regionalleiterin Allgäu des ifd-Schwaben war die internationale Konferenz vor allem deshalb interessant, weil sie im Austausch mit den Fachkräften anderer Länder Bestätigung für die Arbeit der bayerischen Integrationsdienste fand. "Es war spannend zu erfahren, wie die Arbeit in anderen Ländern aussieht", so Prokesch. "Ich habe erfahren, dass die Herangehensweise doch ähnlich ist – egal, ob in Australien oder Deutschland."

Die Gemeinsamkeiten der international erfolgreichen Projekte liegen laut Prokesch darin, dass überall versucht wird, die Menschen mit Behinderung möglichst zügig in ein Praktikum zu vermitteln. Zusammen mit dem Arbeitgeber wird dann während des Praktikums erarbeitet, welche langfristige Unterstützung und eventuell weitere Qualifizierung des Arbeitnehmers für die tatsächlich im jeweiligen Betrieb herrschenden Anforderungen nötig sind. "Dafür ist eine langfristige Begleitung zum Beispiel durch den Integrationsfachdienst von großer Wichtigkeit", so Prokesch. Und auf diese Weise finde die sehr individuelle Unterstützung statt, die zu einer langfristigen Beschäftigung des Menschen mit Behinderung führt.

Monika Prokesch vom ifd-Schwaben hielt auf einer internationalen Konferenz zum Thema Inklusion einen Vortrag über das Projekt "Übergang Schule Beruf"

Zum ersten Mal hatte mit Monika Prokesch eine Mitarbeiterin des ifd-Schwaben an der internationalen EUSE-Konferenz teilgenommen. Zustande kam die Teilnahme über die Bundesarbeitsgemeinschaft Unterstützte Beschäftigung, die in Deutschland auch die Interessen der Integrationsfachdienste vertritt und auf die Veranstaltung und die Möglichkeit, dort einen Vortrag zu halten, hingewiesen hatte.

"Ich habe mir gedacht, dass unsere in Bayern gemeinsam durchgeführte Gesamtmaßnahme 'Übergang Schule Beruf' ein passendes Thema für die Konferenz wäre", erklärt Robert Neuhauser, Leiter des ifd-Schwaben. "Somit haben wir uns dann zusammen mit den beiden anderen Integrationsfachdiensten beworben, und der Vortrag wurde angenommen." Mit seiner Mitarbeiterin freut sich Neuhauser über deren positive Erfahrung in Dublin: "Es ist einfach gut, die eigene Arbeit auf diesem Weg darzustellen und zu sehen, dass diese auch über die Grenzen hinaus Beachtung findet", so Neuhauser. "Außerdem wurde deutlich, dass die unterstützte Beschäftigung nicht nur eine 'Maßnahme' der Agentur für Arbeit in Deutschland, sondern ein weltweit anerkanntes Konzept ist, das die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben ermöglicht."

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